In dieser Katechese wollen wir über die zentrale Stellung der Eucharistie im Leben der Kirche und über ihren Einfluss auf das Leben von Elisabeth Eppinger sprechen. Wir, die Schwestern vom Göttlichen Erlöser, die von Mutter Alphonse Marie – mit eigenem Namen Elisabeth Eppinger – gegründet wurden, wissen sehr gut, dass ihre Beziehung zur Eucharistie eine sehr starke war. Wir möchten etwas von dieser Beziehung mit Ihnen teilen.
1. Über die Eucharistie
Die Eucharistie ist die heilbringende Gegenwart des gestorbenen und auferstandenen Christus inmitten seines Volkes. Wann begann Elisabeth Eppinger ihre Beziehung zur Eucharistie zu entwickeln? Schon im Schulalter, sehr intensiv und vertraut. In ihrer Autobiografie sagt sie:
„Der Unterricht über die Eucharistie, den uns der Herr Pfarrer gab, machte auf mich einen sehr tiefen Eindruck. […] Sooft ich an der Kirche vorbeigehen musste, ging ich ganz langsam, damit ich in der Nähe des Allerheiligsten Sakramentes das Lobgebet mehrmals wiederholen konnte.“
2. Die Kirche lebt aus der Eucharistie
Die Eucharistie – Opfer und Mahl – ist das Kostbarste, was die Kirche auf ihrem Weg durch die Geschichte besitzen kann. In Elisabeth wächst ein starkes Verlangen, die Eucharistie zu empfangen und am Leben und Leiden Jesu Anteil zu haben. Als sie Pfarrer Reichard bittet, häufiger kommunizieren zu dürfen, sagt sie: „In allem, was ich tue, will ich Gott gefallen.“
3. Die Eucharistie – schöpferische Kraft der Gemeinschaft
Die Eucharistie ist die Quelle der Einheit der Kirche für jede menschliche Familie, Gemeinschaft, jedes Land und die ganze Welt. Elisabeth Eppinger, nach der Gründung der Kongregation Mutter Alphonse Marie, blieb stets eine große Verehrerin der Eucharistie und baute mit dieser Liebe die Kongregation als Gemeinschaft der Liebe auf. Die ersten Regeln bestimmen: „Im Zentralhaus soll die immerwährende Anbetung der Eucharistie gehalten werden […] Ist die Gemeinschaft nicht zahlreich genug, muss jede Schwester privat eine Stunde Anbetung in der Kapelle halten.“
4. Die Eucharistie – Mahl der Danksagung
Die Eucharistie ist wahrhaft die Mitte des Lebens der Kirche, ihr Herz. Auch Mutter Alphonse Marie fand in der Eucharistie die wahre Mitte ihres Lebens, ihres Dienstes und die geistliche Kraft zur Erfüllung der Aufgaben des Apostolats. Mit dem Blick auf die Eucharistie baute sie die Gemeinschaft der Schwestern auf und festigte in ihr die Einheit — und in diesem Geist lebt die Kongregation bis heute.